UNESCO-Weltkulturerbe „Klassisches Weimar“

Ragna Schirmer

Sonntag, 14. April 2024 11:00 Uhr Gewehrsaal Eintritt 30 €

Klaviermatinee Clara Schumann und Franz Liszt

Ragna Schirmer

Das fünfte Konzert der exklusivenReihe "aufgeSCHLOSSen" im Gewehrsaal:

Clara Schumann: Scherzo c-moll
Clara Schumann/ Franz Liszt: Lieder über Texte von Goethe
Franz Schubert/ Franz Liszt: Gretchen am Spinnrade, Erlkönig
Franz Liszt: Sonate h-moll

Die erst zwölf Jahre alte Clara Schumann spielte im Jahre 1831 in Weimar dem hochbetagten Johann Wolfgang von Goethe vor, der daraufhin attestierte, sie habe "mehr Kraft als 6 Knaben zusammen". Diese Begegnung prägte Clara sehr, und Goethe empfahl sie in der Welt der Künstler weiter. 57 Jahre später besuchte Clara das Goethehaus und schrieb in ihr Tagebuch, dass sie "sehr berührt" sei, den Flügel noch an derselben Stelle vorzufinden, auf dem sie einst dem großen Meister vorgespielt hatte. "Ein ganzes Leben hat sich seitdem abgespielt". Zu Claras Bravour-Stücken zählte die Lisztsche Klavier-Transkription von Schuberts "Erlkönig", aber auch "Gretchen am Spinnrad". Unter den von ihr komponierten Liedern finden wir ebenfalls Vertonungen von Texten Goethes.
Franz Liszt bezog sich in einigen seiner in Weimar entstandenen Werke auf die Themen "Faust" und "Mephisto". Während die "Faust-Sinfonie" und der "Mephisto-Walzer" diesen Bezug im Namen tragen, können wir bei der 1849-53 entstandenen großen Sonate für Klavier die Anlehnungen an Faust, Gretchen und Mephisto nur vermuten. Franz Liszt widmete diese Sonate Robert Schumann und sandte sie dessen Frau zu. Es entbrannte ein Streit über die Qualität des Werkes, und Clara eröffnete einen Machtkampf, der die beiden bis ans Ende ihrer Tage entzweite. Heute sind wir überzeugt davon, dass es sich um eines der größten Werke für Klavier handelt.
*
„Monseigneur war auf einem Spaziergang. Da der Jäger mir die Allee angab, die er genommen hatte, wagte ich es, seinen Spuren zu folgen und holte ihn ziemlich schnell in. Eines der ersten Worte, das er mir sagte, war: Das Wort muß jetzt Tat werden. Ich machte ihn auf das Datum des 28. August aufmerksam, und dann übergab ich ihm Wagners Brief, der mir sehr gut scheint und der ihn ziemlich überrascht hat. Noch später, als wir uns auf eine Bank im Schatten einer Eiche gesetzt hatten, las ich ihm jenen von Berlioz vor, um ihn zu zerstreuen [...] In dem Moment, als ich Miene machte, mich zu verabschieden, fragte mich Monseigneur, ob ich nicht zum Tee und zum Souper bleiben wolle. Ich überlegte nicht lange und nahm an, auf die Gefahr hin, zu Fuß zurückkehren zu müssen.“
Franz Liszt über seinen Besuch bei Großherzog Carl Alexander in Ettersburg im Juli 1853

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Ragna Schirmer. Bild: Guido Werner.
Ragna Schirmer. Bild: Guido Werner.

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