UNESCO-Weltkulturerbe „Klassisches Weimar“

Petra Schmidt-Schaller

Sa, 08.06.2019

Konzertante Lesung Demian

Petra Schmidt-Schaller

liest Hermann Hesse.
Am Saxophon: Robert Fränzel.

Text eingerichtet von Peter Krause.
Eine Produktion des PFINGST.FESTIVALs SCHLOSS ETTERSBURG 2019.

„Das war der Blick Demians. Oder es war der, der in mir drinnen war. Der, der alles weiß.“

1919 veröffentlichte Hermann Hesse (1877 – 1962) Demian. Die Geschichte einer Jugend, allerdings unter dem Pseudonym Emil Sinclair. Hesse wählte „Sinclair“ in Anspielung auf Isaac von Sinclair. Dessen Freundschaft zu Friedrich Hölderlin darf als Vorbild für den Roman gesehen werden, in dem das Verhältnis zwischen Sinclair und dem titelgebenden Max Demian als vermeintliche Autobiografie eines Kriegsversehrten geschildert wird. Dessen Sinnsuche mit neuen lebensphilosophischen Ansätzen wurde zum Manifest einer verstörten Generation. Hesses Bildungsroman, der zu psychoanalytischer Interpretation durchaus einlädt, erlebte in einer Zeit extremer Umwälzung eine stürmische Aufnahme in Deutschland; Thomas Mann etwa verglich seine Wirkung mit jener von Goethes Werther: Demian wäre „eine Dichtung, die mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit traf und eine ganze Jugend, die wähnte, aus ihrer Mitte sei ihr ein Künder ihres tiefsten Lebens entstanden, zu dankbarem Entzücken hinriss“. 

Petra Schmidt-Schaller. "Um meine Geschichte zu erzählen, muss ich weit vorn anfangen." Bild: Guido Werner.
Petra Schmidt-Schaller. "Um meine Geschichte zu erzählen, muss ich weit vorn anfangen." Bild: Guido Werner.

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