Harald Meller
Mittwoch, 01. Juli 2026 19:00 Uhr Eintritt 12 €
Ettersburger Gespräch Im Herzen der Macht. Archäologische Spurensuchen in Mitteldeutschland
Harald Meller
im Gespräch mit Peter Krause
Otto der Große, Editha, Theophanu: das zehnte Jahrhundert gilt als Beginn deutscher Geschichte. Damals formte die Dynastie der Ottonen das, was zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation werden sollte. Dieser Wendepunkt der europäischen Geschichte kann nun völlig neu dargestellt werden: dank einer Vielzahl aktueller archäologischer Ausgrabungen und archäogenetischer Untersuchungen. Harald Meller macht in seinem gemeinsam mit Kai Michel verfassten neuen Buch - das im Herbst 2026 erscheinen (dtv), aber in Ettersburg bereits eine Preview erfahren wird - deutlich, wie sehr die Mittelrolle Deutschlands zwischen Ost und West, die Konflikte und Machtkämpfe bis heute Deutschland und Europa prägen.
Er gibt in Ettersburg geben darüber hinaus einen Einblick in aktuelle Forschungen und Ausgrabungen in Mitteldeutschland.
Harald Meller ist einer der prominentesten Archäologen weltweit. Als Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt rettete er die Himmelsscheibe von Nebra aus kriminellen Kreisen. Als Direktor des Museums für Vorgeschichte seit nunmehr 25 Jahren verzaubert er mit Ausstellungen (zurzeit: "Die Schamanin"), Büchern und Medienauftritten ein riesiges Publikum. Aktuell ist er kommissarischer Direktor des als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragenen Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Mit Kai Michel schrieb Harald Meller die Bestseller "Die Himmelsscheibe von Nebra", "Griff nach den Sternen" und "Das Rätsel der Schamanin".
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Die Ruine der Alten Burg Ettersburg befindet sich in unmittelbarer Nähe es Schlosses. Der Bergsporn ist ein eingetragenes Bodendenkmal auf der Liste der Kulturdenkmale in Ettersburg. Er ist vom Schloss und vom Dorf nur durch die Senke des Baches Lache getrennt. Das Tal wird auch Pfaffengrund genannt. Die Alte Burg ist wahrscheinlich eine alte germanische Volksburg. Die ehemalige Herrenburg wurde möglicherweise in eine frühmittelalterliche Fluchtburg eingebaut. Der sichtbare Ringwall enthält Reste einer 3,8 m dicken Trockenmauer. Von Gebäuden und dem Turm bzw. dem Graben sind nur noch Spuren erhalten. Die Innenfläche der Kernburg beträgt ca. 500 m², während sich die Fläche der Vorburg auf ca. 1,5 ha bemisst. Die Burg kann nicht genau datiert werden. Möglicherweise entstand sie bereits im 10. Jahrhundert. Im Jahr 991 erscheint erstmals ein Ort „Itresburg“ in einer Urkunde Ottos III.
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