UNESCO-Weltkulturerbe „Klassisches Weimar“

Vogler Quartett

Freitag, 03. Juli 2026 19:30 Uhr Eintritt 25 €

Konzert . Thüringer Schlosskonzerte Wien

Vogler Quartett

Tim Vogler, Frank Reinecke – Violinen, Stefan Fehlandt – Viola, Stephan Forck – Cello
Gast: Claudia Schwarze – Cello

Tickets hier

Unter dem Titel „Wien“ spannt dieses Konzert einen eindrucksvollen Bogen durch die Musikgeschichte einer Stadt, die wie kaum eine andere das Streichquartett geprägt hat. Drei Werke aus unterschiedlichen Epochen erzählen von Aufbruch, Abschied und Vollendung – und von der unverwechselbaren Klangsprache der Wiener Tradition. 

Mit dem Quartettzyklus op. 33 legte Joseph Haydn den Grundstein der Wiener Klassik. Das Streichquartett in C-Dur, bekannt als „Vogelquartett“, besticht durch seine spielerische Motivik, die an Vogelgesang erinnert, und durch jene formale Klarheit, die Haydn zum Vater dieser Gattung machte.

Erich Wolfgang Korngolds zweites Streichquartett, 1933 komponiert, markiert einen Wendepunkt im Leben des Komponisten. Es steht sinnbildlich für seinen Abschied von Europa, bevor er in die USA emigrierte und in Hollywood eine neue Karriere als Filmmusikpionier begann. Ausdrucksstarke Melodik und spätromantische Klangfülle prägen dieses Werk zwischen Tradition und Neubeginn.

Den Höhepunkt des Abends bildet Franz Schuberts einziges Streichquintett in C-Dur, entstanden im September 1828, nur wenige Monate vor seinem Tod. In der außergewöhnlichen Besetzung mit zwei Celli bündelt Schubert noch einmal alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik: sinfonische Weite, entrückte Klangschönheit und tief empfundene Dramatik. Ein leiser Schleier von Melancholie liegt über diesem Werk, das zu den klangschönsten und bewegendsten Schöpfungen der Romantik zählt.

Vogler Quartett. Bild: Marco Borggreve.
Vogler Quartett. Bild: Marco Borggreve.

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