Harald Martenstein
Donnerstag, 04. Juni 2026 19:00 Uhr Eintritt 16 €
Ettersburger Gespräch Warum ich nicht mehr links bin
Harald Martenstein
im Gespräch mit Bernd Hilder
„Es geht also immer ums Ganze. Kompromisse mit Andersdenkenden sind, wie schon bei Lenin, nur taktisch und zeitweise eine Option. Geblieben ist über all die Wandlungen und Häutungen hinweg der Wille, sich die Erde politisch untertan zu machen. Sowohl der Marxismus als auch die Wokeness haben, als Erlösungsphantasien, die in einem paradiesischen, konfliktfreien Endzusand münden sollen, eine religiöse Komponente. Vorausetzung für der den paradiesischen Endzustand ist allerdings, dass vorher alle Gegner erledigt werden, früher physisch, heute sozial.“ (Harald Martenstein)
Das Staunen über sich selbst ist der Ausgangspunkt des Buches "Wenn das Denken die Richtung ändert" (Kohlhammer): Zwölf Autorinnen und Autoren - darunter der Autor und Kolumnist Harald Martenstein, "Stammgast" der ETTERSBURGER GESPRÄCHE -, geprägt von 68, linken Milieus oder der grünen Bewegung fragen sich, wie es dazu kam, dass sie heute nicht mehr an den Sozialismus glauben; dass sie den Staat weder verteufeln noch vergöttern; dass Marktwirtschaft, parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat für sie zu den großen Errungenschaften zählen; und dass ihnen die Freiheit so wichtig ist, dass sie auf betreutes Denken und Sprechen gut verzichten können. Aber kaum etwas sei schwerer, als sich von einem vertrauten Weltbild zu lösen.
Die Veranstaltung ist ausverkauft.
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