Frauke Rostalski
Do, 07.05.2026
Ettersburger Gespräch Keine Pflicht zum Klimaschutz! Was heißt Verantwortung?
Frauke Rostalski
im Gespräch mit Peter Krause
„Aus ethischer wie rechtlicher Perspektive fragt sich, ob dem Schutz des Lebens wirklich alles untergeordnet werden darf. Gibt es nicht Grenzen, soweit es um die Beschränkung individueller wie kollektiver Freiheit geht?“
In Sachen Klimawandel scheinen sich viele einig zu sein: Wir alle sind verpflichtet, unseren individuellen Verbrauch von Treibhausgasen umfangreich zu reduzieren. In ihrem Essay "Wer soll was tun?" (C.H. Beck), Grundage des ETTERSBURGER GESPRÄCHs, tritt Frauke Rostalski diesem Narrativ entgegen und sagt: Rechtliche und ethische Pflichten sind stets daran gebunden, dass das, was verlangt wird, überhaupt geeignet ist, zu dem gewünschten Ziel beizutragen. Derweil ist eine Abkühlung unserer Klimadebatte geboten, in der Bekenntniszwänge und emotionale Anschuldigungen eine Mauer der Antipathie aufrichten und die sachliche Auseinandersetzungen behindern.
Frauke Rostalski ist Professorin für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität zu Köln. Seit 2020 ist sie Mitglied des deutschen Ethikrates. Ihr Buch "Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit" (C.H.Beck) war ein Bestseller.
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