Simon Strauss
Do, 26.03.2026
Ettersburger Gespräch In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht
Simon Strauss
im Gespräch mit Eric Marr
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wie ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich? In seinem ersten Sachbuch (Klett Cotta), Grundlage des ETTERSBURGER GESPRÄCHS, findet Strauß eine überraschende Antwort darauf: die Kleinstadt. Hier findet echte Begegnung statt, hier müssen Konflikte ausgehandelt werden. Was macht ein gutes Zusammenleben aus? Am Beispiel der Kleinstadt Prenzlau erkundet Simon Strauß soziologisch, politisch und kulturhistorisch, wie Gemeinschaft gelingen kann, wann sie scheitert und welche Relevanz es hat, in der Nähe zu sein. Welche Kraft hat der gemeinsame Glaube an einen physischen Ort?
Simon Strauss, geb. 1988 in Berlin. Studium der Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Daneben freie journalistische Tätigkei, Hospitanzen und eine Gastdramaturgie am Theater. Von 2012 bis 2016 Promotionsstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2016 ist er Redakteur im Feuilleton der F.A.Z. 2017 veröffentlichte er sein erzählerisches Debüt „Sieben Nächte“. 2019 erschien sein Buch „Römische Tage“. 2023 kam die die Novelle „zu zweit“ heraus. Simon Strauss ist "Stammgast" der ETTERSBURGER GESPRÄCHE.
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